Ostfriesland im Sommer ist eine besondere Zeit, wenn die Sonne so stark scheint, dass das Thermometer bis an seine Grenzen geht und trotzdem von der Hitze fast geplatzt wäre. Die aktuellen Temperaturen erreichen im Norden Höchstwerte von bis zu 35 Grad und an der Küste sogar bis zu 30 Grad, wobei die Hitze bis zum Sonntag anhält. Passen Sie unbedingt auf sich und Ihre pflegebedürftigen Angehörigen auf, denn diese extremen Hitzeperioden stellen eine große Herausforderung für die Gesundheit dar, insbesondere für ältere Menschen und Personen mit Pflegebedarf.
Hitze kann bei älteren und pflegebedürftigen Menschen Symptome hervorrufen, die auf eine beginnende Überhitzung oder Dehydrierung hinweisen. Diese Symptome sind oft weniger offensichtlich als bei jungen Menschen, da der Körper im Alter die Temperaturregulation nicht mehr so effizient durchführen kann. Viele Erkrankungen oder die regelmäßige Einnahme bestimmter Medikamente können die natürliche Fähigkeit des Körpers zur Temperaturregulation noch weiter beeinträchtigen, was das Risiko für hitzebedingte Gesundheitsprobleme erheblich erhöht.
Symptome erkennen
- Schwindel, Kopfschmerzen, Verwirrtheit, ein schneller Herzschlag oder starkes Schwitzen können Anzeichen für Überhitzung oder Dehydrierung sein.
- Besondere Achtsamkeit ist wichtig, wenn schwerwiegendere Symptome auftreten: heftige Kopfschmerzen, unstillbares Erbrechen, sehr hohe Körpertemperatur über 39 Grad, plötzliche Verwirrtheit, Krampfanfall, Bewusstseinstrübung, Kreislaufzusammenbruch oder Bewusstlosigkeit. In solchen Fällen sollte sofort der Rettungsdienst oder der Notarzt alarmiert werden.
Allgemeine Schutzmaßnahmen bei Hitze
- Schutz der Umgebung: Schützen Sie die Räume vor direkter Sonneneinstrahlung, indem Sie Rollläden, Jalousien und Vorhänge an sonnenexponierten Fenstern schließen. Lüften Sie die Wohnung nur dann, wenn es draußen kühler ist als drinnen, idealerweise in der frühen Morgenstunde, spät abends oder nachts.
- Ausreichend trinken: Halten Sie Ihren Körper kühl und achten Sie auf ausreichende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr. Ältere, pflegebedürftige Menschen sollten bei Hitze täglich mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, wobei Wasser oder Mineralwasser die beste Wahl sind. Versuchen Sie, etwa alle Viertelstunde ein paar Schlucke oder alle zwei Stunden ein Glas zu trinken, gerne auch gemeinsam, um die Aufmerksamkeit und die Bereitschaft zum Trinken zu fördern.
- Körper kühl halten: Tragen Sie leichte, atmungsaktive Kleidung, zum Beispiel aus Baumwolle oder Leinen, und vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung während der heißesten Stunden des Tages. Nehmen Sie regelmäßig kühle Duschen oder Bäder, auch kalte Arm- und Fußbäder wirken entlastend und helfen, die Körpertemperatur zu senken. Verbringen Sie wenn nötig und möglich 2-3 Stunden am Tag an einem kühlen Ort, zum Beispiel in schattigen Parks, Kirchen oder klimatisierten öffentlichen Gebäuden wie Einkaufszentren.
- Körperliche Anstrengung vermeiden: Vermeiden Sie große Anstrengungen und körperliche Aktivitäten im Freien, da diese zusätzlich Wärme produzieren und den Körper überhitzen lassen. Verschieben Sie körperliche Aktivitäten im Freien auf die frühen Morgenstunden. Wenn möglich, sollten Sie Spaziergänge in baumbestandene Grünflächen oder Plätze am Wasser verlegen, da diese natürlichen Sonnenschutz und kühlere Temperaturen bieten.
Besondere Maßnahmen für bettlägerige und pflegebedürftige Menschen
- Leichte Kleidung und Bettwäsche: Bettlägerige Menschen können der Hitze nicht ausweichen und sind daher besonders gefährdet. Sie sollten mit dünner Bettwäsche und leichter Bekleidung versorgt werden, um Wärmestaus zu vermeiden.
- Inkontinenzmanagement: Wenn möglich, sollten Netzhosen mit Einlagen verwendet werden, da diese weniger Wärme speichern und den Körper besser kühl halten als Inkontinenzhosen.
- Hautpflege: Achten Sie darauf, dass keine Feuchtigkeit in Hautfalten zurückbleibt, da dies die Haut zusätzlich belasten kann.
- Kühlende Anwendungen: Bieten Sie ein Fuß- oder Handbad oder einen Stirn-Umschlag mit kühlem Wasser an, wobei die Wassertemperatur nicht unter 25 Grad sein sollte, um Erfrierungen zu vermeiden.
- Luftzirkulation: Nutzen Sie einen Ventilator, um Luftbewegungen zu erzeugen, die auf der Haut meist kühlend wirken, wobei Sie den Luftstrom nicht direkt auf die pflegebedürftige Person richten sollten. Setzen Sie eventuell ein mobiles Klimagerät ein, wenn die Raumtemperatur über 32 Grad steigt, um eine sichere Umgebung zu gewährleisten.
Medizinische Aspekte und gemeinschaftliche Hilfe
- Ärztlichen Rat einholen: Die Anwendung bestimmter Arzneimittel kann sich negativ auf die Hitzeverträglichkeit auswirken. Sprechen Sie bereits im Frühsommer während eines Hausarzttermins die Ärztin oder den Arzt auf das Thema Hitze und Gesundheit an, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren.
- Anderen helfen: Schauen Sie nach Familie und Freunden, einschließlich älterer Menschen, die allein leben. Hilfreich ist es oft schon, am Telefon nach dem Befinden der Person zu fragen und an einfache, aber wichtige Maßnahmen wie das regelmäßige Trinken zu erinnern.
- Netzwerk aufbauen: Länger anhaltende Hitze beeinträchtigt vor allem die Gesundheit von Älteren sowie von Menschen mit Pflegebedarf oder chronischen Erkrankungen. Daher empfiehlt es sich, ein Netzwerk aufzubauen, das hilft, die Vorsorgemaßnahmen umzusetzen. Teil dieses Netzwerks können Verwandte, Freunde, hilfsbereite Mitmenschen und auch Hilfsdienste der Wohlfahrtspflege, einiger Sozialverbände und Selbsthilfevereine sein.
- Maßnahmen in Pflegeeinrichtungen: Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen oder ihre Angehörigen sollten nicht zögern, sich beim Pflegepersonal zu melden, wenn sie gesundheitliche Beschwerden beobachten. Beispielhafte Maßnahmen für Pflegeeinrichtungen umfassen, dass Bewohner vorübergehend in kühleren Wohnräumen untergebracht werden können, sowie Getränkevorräte und Speisepläne an die Hitze angepasst werden sollten. Wasser sollte immer und überall schnell verfügbar sein und unter Beachtung der empfohlenen Trinkmenge gereicht werden, während die Temperatur in allen Räumen täglich gemessen werden sollte.
Ihr Partner in Ostfriesland und Moormerland
In Ostfriesland und Moormerland sind wir als Ambulanter Pflegedienst Peter Kneiske & Team seit über 34 Jahren Ihr vertrauensvoller Partner für zuverlässige, individuelle und liebevolle Pflege in der Region. Unser Ziel ist es, pflegebedürftigen Menschen ein Leben in größtmöglicher Selbständigkeit und Würde in ihren eigenen vier Wänden zu ermöglichen, auch wenn die Temperaturen steigen und die Hitze besonders belastend ist. Wir arbeiten eng mit Patientinnen und Angehörigen zusammen, um flexible, persönliche Pflegekonzepte zu realisieren, die auch kurzfristig veränderten Bedürfnissen gerecht werden, und legen besonderen Wert auf eine vertrauensvolle Bindung, respektvolle Kommunikation und größtmögliche Transparenz.
Unsere moderne Arbeitsweise ermöglicht unseren Pflegekräften effizientes und papierloses Arbeiten, sodass mehr Zeit für das bleibt, was wirklich zählt: die individuelle Betreuung und das Wohl unserer Klientinnen. Als einer der etablierten und attraktiven Arbeitgeber der Region bieten wir faire Vergütung, strukturierte Arbeitszeiten, ein engagiertes und kollegiales Team sowie regelmäßige Fortbildungen, um unsere Fachkompetenz und Herzlichkeit kontinuierlich zu verbessern.
Kontaktieren Sie uns
Wenn Sie oder Ihre Angehörigen bei Hitze Unterstützung benötigen, kontaktieren Sie uns gerne unter der Telefonnummer 04954 – 942080, per E-Mail unter hallo@kneiske.de oder über unsere Webseite www.kneiske.de. Wir sind auch per WhatsApp unter https://wa.me/494954942080 verfügbar, um Ihnen schnell und unkompliziert Hilfe zu bieten. Passen Sie auf sich auf und lassen Sie uns gemeinsam für Ihre Lebensqualität und Sicherheit sorgen, denn Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen.


